Zieht jemand von Euch schon elektrisch?

Bereich für Themen, die sich mit den Zugfahrzeugen befassen.
erwin1.05b
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Re: Zieht jemand von Euch schon elektrisch?

Beitrag von erwin1.05b »

Hallo,

kurzes Feedback zur Rückreise, ich denke das macht der vollständigkeitshalber Sinn. Wir sind am Sonntag gegen 12:30 Uhr wieder am CP in MeckPomm gestartet. DIe erste Hälfte der Fahrt hatten wir ziemlich viel Gegenwind und sind die Nordroute Über die A24 Richtung HH gefahren. Da in HH über alle Navis ein großes Verkehrschaos gemeldet wirde sind wir kurzentschlossen an der A14 nach Süden raus und dann über Land (Dannenberg, Uelzen, Celle) Richtung Hannover gefahren. Ab Hannover ging es dann über die A2 ins Ruhrgebiet zurück (Ankunft 21:45 Uhr).

DIe Tour war schon nervig, da die Strassen überall voll waren und mach nicht so gut einfach die Kilometer rollen konnte. Durch den niedrigen Schnitt (fast 200km Landstrassen) haben wir aber nur 2x 40 Min Pause zum Laden und Snacken gemacht. An beiden Ladepunkten mussten wir ca. 10 Min warten, bis ein Schnelllader frei wurde. Das Laden war auf der Rückfahrt diesmal vom Gefühl her bei der Verkehrslage das kleinste Problem.

Grüße Nils
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Stefanseiner
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Re: Zieht jemand von Euch schon elektrisch?

Beitrag von Stefanseiner »

Jasper am Meer hat geschrieben: 31.07.2025 16:14 Ich denke, dass die technische Entwicklung bis dahin die Reichweiten und Ladeleistungen weiter nach vorne treiben wird. Nicht, dass ich zu denen gehöre, die 1000 km am Stück mit E-Auto fahren wollen. Mir geht es um den höheren Verbrauch mit Anhänger.
Hallo Jasper,
der höhere Verbrauch mit Anhänger ist ja kein technisches Problem des E-Autos, das hängt rein und zu 100% am Luftwiderstand und folglich wird sich das mit der Weiterentwicklung der Autos auch nicht ändern.

Dachgepäckbox, Fahrradträger, Deichselbox, das sind alles Luftwiderstandskiller und treiben den Verbrauch nach oben.
Entweder achtest Du auf mehr Aerodynamik (Idealform wäre ein Wassertropfen ohne Abrisskanten und Aufbauten, je mehr Du mit Gespann von dieser idealtypischen Form abweichst, desto schlechter für den Verbrauch)
oder Du begegnest dem Problem auf der technischen Seite mit hohen Ladeleistungen am E-Fahrzeug um bei vielen Zwischenstopps schnell wieder weiterfahren zu können.

Ich bin aktuell sehr vom Xpeng G6 angetan, das aktuelle Modell kann schon 280kW laden was für ca. 15 - 20 Minuten Ladedauer sorgt, das Facelift (kommt Ende diesen Monats raus) ist die aktuelle Messlatte weltweit mit 450kW Ladeleistung, dann kannst Du nach 10 Minuten wieder weiterfahren und hast rund 90kWh geladen. 350km echte Reichweite mit dem Wohnwagen (nicht Falti) werden in Foren berichtet, mit dem Falti schätze ich 450km

btw: ich hab mit unserem Falter + "weiche Dachbox" vorne auf den Falter geschnallt = Gespann in Tropfenform keinerlei Mehrverbrauch
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Re: Zieht jemand von Euch schon elektrisch?

Beitrag von e-Klappi »

Hallo zusammen,

aus unserer Sicht wird die geringe Reichweite bei E-Auto-Gespannen viel zu stark bewertet. Wir fahren mit unserem KIA EV6 und Esterel Top Volume seit 3 Jahren viele tausend Kilometer durch Europa - und klar, wir müssen öfters zum Laden, als früher mit dem dicken Diesel und einem Standard-Wohnwagen, aber das stört nur dann, wenn man die Ladezeit von ca. 20 Minuten nicht sinnvoll nutzen kann. Wir verlegen Frühstück, Brotzeit, Kaffee trinken, usw. auf die Ladepausen - und da ist meist das Auto schneller voll, als wir fertig sind
:klapp:
Und generell ist das Ladethema (mehr als 1x Laden) nur bei Tagesetappen von über 400km interessant - und so lange Tagesetappen versuchen wir generell zu vermeiden. Der Verbrauch, bzw. die Reichweite hängt bei sehr langen Tagesetappen hauptsächlich von der gefahrenen Geschwindigkeit ab, denn der Windwiderstand erhöht sich quadratisch. Alle exakten Infos dazu, auch wie sich der Verbrauch physikalisch begründet - und wie man etwas einsparen kann auf unserer Homepage:
www.eAuto-Wohnwagen.de

Viel mehr Zeit als beim Laden verschwenden wir aktuell noch immer bei der Ladeplanung. Die Strompreise an den HPC Schnellladesäulen variieren leider noch immer extrem - und wir sehen nicht ein, warum wir 79 Cent je kWh bezahlen sollen, wenn es doch auch mit 39 Cent geht. :ichdoof:
Würde man einfach zur nächsten HPC-Säule fahren, sobald der Akku auf 10% ist, würde man eine Menge Zeit einsparen können !

P.S.: selbst wenn ein zukünftiges E-Auto einen "Monster-Akku" haben sollte, werden wir nicht mehr zurück zum Standard-Wohnwagen wechseln. Ein Klappwohnwagen ist einfach ideal ! - und mit dem EV6 macht das Gespann-Fahren richtig Spaß.
:camp1
Alles elektrisch ! eAuto - eBike - eKlappi

Elektrisierte Grüße aus Oberbayern

Monika und Peter

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Re: Zieht jemand von Euch schon elektrisch?

Beitrag von Nordseefan »

Meine Erfahrungen mit E-Auto und Faltanhänger sind hinsichtlich Verbrauch, genau so wie vorher beim Verbrenner. Mit Anhänger verbrauche ich i.d.R. weniger.
Klingt erst mal komisch ist aber so. Warum? Ich fahre mit dem Anhänger gleichmässiger bei niedrigen Geschwindigkeiten als im Solobetrieb. Klar braucht der Anhänger, gleiche Geschwindigkeit vorausgesetzt, mehr. Aber wie geschrieben, in der Praxis stellt es sich anders da.

Und zum Post von Jasper (schön, dass du wieder aktiver dabei bist :dhoch: )

Ja die Technik ändert sich. Ich habe da gerade dieses Jahr erfahren dürfen. Wir haben inzwischen auf einen Elroq 85 und auf einen Enyaq 85 Facelift gewechselt. Beide sind im merklich besser als unsere vorherigen (Enyaq 60 und Enyaq 80). Den Elroq nutzen wir wenn wir nur zu zweit unterwegs sind, den Enyaq wenn die ganze Familie unterwegs ist.

Die Kombination aus etwas grösserer Batteriekapazität, neuer und stärkerer E-Motor, geänderte Ladekurve etc., sind in Summe merklich. Beide sind nach meinem empfinden hervorragende Zugfahrzeuge. Mit Verbrenner habe ich immer etwas Anlauf zum Überholen gebraucht, jetzt ein Tritt auf das Fahrpedal und man ist draussen, vorbei und schon wieder drin, bevor der Hintermann noch die Lichthupe, Linksblinker etc. bedienen kann. :) Wir geniessen es.
TAH78
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Model 3 LR + Camp-Let Passion: 650 km mit E-Auto-Gespann – meine Erfahrungen

Beitrag von TAH78 »

Heute haben wir unseren Camp-Let Passion mit dem Model 3 Long Range abgeholt. Hier meine ersten Eindrücke, besonders zu Auflaufbremse und Rekuperation – Themen, zu denen ich vorab kaum Infos fand.

Die wichtigsten Fakten:
  • Strecke: 650 km (meist Autobahn, Stuttgart bis in den Norden von Berlin)
  • Ladestopps: Nur 2 nötig (effizienter als erwartet)
  • Verbrauch: 18 kWh/100 km bei ~100 km/h
  • Falter: Camp-Let Passion (noch ohne Deichselbox, Dachbox etc.)
  • Fazit: E-Auto + Falter = perfekte Kombination
Auflaufbremse & Rekuperation – warum die Sorgen unnötig waren:
Vorab dachte ich, die Rekuperation würde ständig gegen die Auflaufbremse arbeiten. Deshalb wollte ich eigentlich einen Falter OHNE Auflaufbremse. Aber:
  • In der Praxis bei 100 km/h und 18 kWh Verbrauch: KEINE spürbaren Probleme
  • Model 3 erlaubt keine komplette Deaktivierung der Rekuperation oder ich habe es nicht gefunden (anders als Peugeot e-208, wo man Reku bei jeder Fahrt aktivieren muss, wenn man sie neben dem Bremsen auch nutzen möchte sobald man vom Pedal geht)
Verbrauch & Effizienz:
18 kWh/100 km sind besser als viele Berichte mit Anhängern suggerieren (oft 20-25 kWh). Gründe:
  • Gute Aerodynamik des Falters
  • Konstante 100 km/h mit Tempomat, durch die gemütliche Geschwindigkeit habe ich mehr Reichweite als mit 130km/h und ohne Falter
  • Reifendruck 3 Bar am Model 3 und 2,5 Bar am Falter
Wie verhält sich die Rekuperation bei längeren Steigungen und Auflaufbremse bei Euch? Hat schon jemand Erfahrungen?

Mein Fazit:
Ich bereue nichts! Die Kombination funktioniert besser als erwartet. Die Auflaufbremse ist anscheinend kein Problem mit Rekuperation. Der Verbrauch ist niedrig, und die Fahrt war entspannt. :camp1

Einzig das Abkoppeln an den Superchargern war etwas nervig. Ging mit dem geringen Gewicht heute aber auch ganz gut. Mal sehen, wie es mit voller Deichsel- und Dachbox wird. Bei Ionity ggü. hätte man mit Anhänger laden können. Dort waren jeweils 2 Ladsäulen hintereinander und nicht viel los.
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Re: Zieht jemand von Euch schon elektrisch?

Beitrag von georgf »

Nur am Rande: Jegliche Art von Anhängern mit nennenswertem Gewicht (dazu zähle ich auch Zeltanhänger) würde ich nur gebremst fahren. Ungebremst schiebt der Hänger beim Bremsen an und hebt das Heck. Z.B. bergab und auf nasser Fahrbahn wird es dann leicht interessant, ob das Auto mit dem Hänger fahrt, oder der Hänger mit dem Auto. Diese Diskussion konnte ich 1x zugunsten Auto mit Hänger beenden, seitdem war ich mit diesem Gespann in den heiklen Situationen sehr, sehr vorsichtig unterwegs. Aber die lassen sich ja nicht immer planen. Wild etwa, oder wilde Autofahrer kann man ja auch treffen, oder Kinder.

Insgesamt machen mir eure Berichte Mut. Elektrisch ziehen geht. Was bei uns noch heikel ist, ist die Kombination Hubdach-Wohnwagen für 3 Personen mit Tandem (müsste wohl wieder aufs Autodach) und 2 Fahrräder aufs Heck (aktuell Autoheck). Unser Rapido ist strömungsgünstig wie nur möglich, weit besser als z.B. ein Eriba, leichter ist er auch, aber alt und mit vergleichbarem Gewicht und Luftwiderstand ist nichts Neues in Sicht. Mit unserer behinderten Tochter und unserem Reisestil, der auch viele Zwischenübernachtungen einschließt, sind Zeltanhänger zwar nicht unmöglich, aber keine gute Lösung. Aber ich hoffe, dass die Hersteller wieder Faltwohnwagen bauen, denn der Bedarf steigt!

lg!
georg
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Re: Zieht jemand von Euch schon elektrisch?

Beitrag von letzter »

Na ja Georg,
ein eAuto ist üblicher Weise erheblich schwerer als ein ähnliches mit herkömmlicher Motorisierung. Entsprechend sollten Fahrerwerk und Bremsen ausgelegt sein! Ich glaube kaum, dass da relativ leichte, ungebremste Anhänger viel mehr als gebremste bewirken können.

Andererseits kann es ja nie schaden eine zusätzliche Bremse zu haben! 😉
:camp1
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Re: Zieht jemand von Euch schon elektrisch?

Beitrag von cd8601 »

Ich bevorzuge Anhänger mit Bremse. Aber aus einem anderen Grund. Wenn ich beim Laden abkuppeln muss, schiebe ich einfach den Anhänger an der Deichsel zur Seite und sichere ihn mit der Handbremse. Ich muss nicht mit Sicherungskeilen arbeiten. Gerade bei leichten abschüssigen Stellen nicht zu unterschätzen.
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Re: Zieht jemand von Euch schon elektrisch?

Beitrag von Bauer_80 »

Hallo,
ich bin ganz neu hier und eben über dieses Thema gestolpert. Ich hatte bis vor kurzem einen Peugeot Boxer (selbst umgebaut zum Camper) und einen Renault Zoe (Elektro) als Zweitwagen. Nachdem der Boxer einen Motorschaden hatte ist jetzt der Zoe mein Erstwagen. Und da ich weiterhin campen möchte, ich mich aber an den Luxus von festen Wänden gewöhnt habe, habe ich mir jetzt einen Esterel S29 Klappwohnwagen zugelegt, den ich mit dem Zoe ziehen möchte. Ich bin gespannt wie das funktioniert, wieviel Reichweite tatsächlich bleibt und wie sich der kleine Zoe mit so einem "großen" Anhänger fahren lässt. Wenn der Esterel irgendwann wieder TÜV hat und ich die ersten Fahrten machen konnte, werde ich hier berichten.

Viele Grüße
Thomas
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Re: Zieht jemand von Euch schon elektrisch?

Beitrag von Inzingersimon »

Hallo Thomas, was hat der Zoe für Anhängelast? Bin schon gespannt auf den tatsächlichen Mehrverbrauch, der Zoe hat ja doch relativ wenig kW, da dürfte die Rekupration eher weniger bringen. Wir haben mit unserem speziellem Esterel (Esterel auf Alko Fahrgestell) jetzt die erste Urlaubsfahrt hinter uns. 25kWh/100km, Standardverbrauch ist 18,5kWh/100km klingt in der Theorie schlimmer als es ist.
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Re: Zieht jemand von Euch schon elektrisch?

Beitrag von Bauer_80 »

Inzingersimon hat geschrieben: 05.04.2026 22:44 ...was hat der Zoe für Anhängelast?
Laut Renault gar keine. Aber bei Mr. Dotcom gibt es eine Anhängerkupplung, mit der man ganz offiziell 750kg (gebremst oder ungebremst) ziehen darf.
RainerausRhede
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Re: Zieht jemand von Euch schon elektrisch?

Beitrag von RainerausRhede »

Moin
Ohne eine Werksfreigabe gibts meines Wissens keine nachträgliche Genehmigung,AHK gibts eigentlich für alle Autos,selbst für Bentleys,aber ich selbst habe einen Toyota IQ,da geht auch nix,AHK hab ich trotzdem,aber offiziel als Fahrradträger.
Ich glaube auch nicht,das der Antriebsstrang vom Zoe Anhängertauglich ist,auch ein Elektromotor wird bei Belastung heiß,was ja im Anhängerbetrieb die Regel ist.
Gruß,Rainer
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Re: Zieht jemand von Euch schon elektrisch?

Beitrag von joerg721 »

Guten Morgen!

Mein erster Beitrag! :) Zum Thema habe ich etwas beizutragen.

Rahmenbedingungen:
Modell: Campwerk Economy, zugelassen für 100km/h
Zugfahrzeug: VW ID.7
Keine Dachbox, kein Fahrradträger
Geschwindigkeit: Tacho 100 bis 110km/h
Topographie: i.d.R. hügelig, aber keine richtigen Berge
Wetter: alles von 0 Grad und Schneeregen bis 27 Grad und Sonne

Verbrauch mit Zeltanhänger: zwischen 21 und 24kWh auf 100km auf der Autobahn, Landstraße eher unter 20.
Zum Vergleich der Autobahn-Verbrauch des ID.7 ohne Anhänger unter vergleichbaren Bedingungen (nur ca. 20km/h mehr Tempo): ca. 17kWh auf 100km
So was wie "Fahren im Windschatten" fangen wir erst gar nicht an; im Allgemeinen bemühen wir uns, mitzuschwimmen und kein Verkehrshindernis zu werden.
Über manche genannten (sehr niedrigen) Verbräuche wundere ich mich ein bisschen; ich denke die Geschwindigkeit ist hier der entscheidende Faktor.

Reichweite: wenn auf 100% geladen ca. 300km, mit 80% etwas über 200km. Wir leeren den Akku nicht komplett vor einem Ladestopp, ich möchte ggf. die Flexibilität haben, noch woanders hinzufahren. Nicht dass das bisher nötig gewesen wäre. ;)
Damit kommen wir gut klar, weniger sollte es aber auch nicht sein. Wenn wir auf große Tour fahren (z.B. Frankreich), schließe ich ein Abo für einen Monat ab (z.B. Ionity), was dazu führt, dass die Etappenlänge auch von der Verfügbarkeit des Anbieters abhängt.
Abkuppeln ist i.d.R. nicht nötig, kann aber vorkommen, was dann natürlich zusätzliche Minuten kostet.
Bei weiten Strecken (1000km und mehr) summiert sich der zusätzliche Zeitaufwand für das Laden im Vergleich zum Tanken doch erheblich, selbst wenn man die Zeit für Essen u.a. nutzt. Früher sind wir z.B. in die Provence (1150km) auch mal in einem durchgefahren, das können wir jetzt vergessen. Mich persönlich stört das nicht, aber es gehört zur Wahrheit ohne "Schönreden".
Dazu kommt noch der Aufwand für die Routenplanung, der um so höher ist, je wählerischer man beim Ladestromanbieter ist. (Ich habe die Tendenz zum "Kosten-Optimieren".)

Die Ersparnis in Euro gegenüber dem Vorgängerfahrzeug (Corolla Hybrid 2.0) geht für eine große Tour schnell in den Bereich mehrere hundert Euro. Da kann man schon mal lecker essen gehen. ;)
Der meiner Meinung nach größte Vorteil vom ID gegenüber dem Toyota (der auch nicht wenig PS hatte), ist der Durchzug beim Überholen, bei total gleichmäßiger Kraftentfaltung; das entspannt uns und die anderen Verkehrsteilnehmer. Man merkt gar nicht, das hinten was dranhängt.

Fazit: Aus meiner Sicht ist ein Elektrofahrzeug prinzipiell hervorragend geeignet als Zugmaschine für den Falti - wenn man sich auf der Langstrecke mit den häufigeren und längeren Stopps arrangieren kann. Wer gerne ohne Pause quer durch Europa brettert, bleibt besser beim Diesel.
Ach ja, alles Gesagte gilt für Elektroautos ab einer gewissen Größe, PS-Zahl, Ladeleistung und Batteriekapazität. Der ID.7 ist halt kein Kleinwagen.
Beetlecamp
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Re: Zieht jemand von Euch schon elektrisch?

Beitrag von Beetlecamp »

Hallo zusammen,
Auch wenn ich noch nicht elektrisch ziehe, beschäftige ich mich schon lange mit dem Thema Elektromobilität.

Für die Zoe gibt es auf YouTube Electric Dave, der dort vor 4 Jahren eine AHK angebaut und eingetragen bekommen hat.
https://youtu.be/T-FpUrhPIRc?si=-XJCm_tjmwWnGhfS


Als weiteres positives ist mir erst die Tage aufgefallen, das man mit: „Vihicle to load“ ja sogar „autark“ auf den Campingplätzen stehen kann und so bis zu 3600 Watt vor Ort hat.

Denke in 1 Jahr bin ich vlt auch so weit auf elektrisch umzusteigen.
VG
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Re: Zieht jemand von Euch schon elektrisch?

Beitrag von joerg721 »

Beim Zoe hast du afaik max. 52 kWh Akkukapazität, max. 50 kW Ladeleistung, und einen höheren Verbrauch als unser ID.7.
Ganz ehrlich... Das würde ich nicht machen. Jedenfalls nicht auf Langstrecke. Da kommst du ja nie an.
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